Monatsrückblick Juni- Juli 2023: Konzerte, Kitaplatzsuche, Depot-Aufräum-Aktion

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Coasting to FIRE-Monatsrückblick Juni Juli 2023: Mrs. Coasting to FIRE beim Konzert in der Waldbühne

Zuletzt aktualisiert am 4. Oktober 2023 von Mrs. Coasting to FIRE

Wer denkt, dass Elternzeit Urlaub ist, war noch nie in Elternzeit…. ich hatte mir das ehrlich gesagt auch weniger anstrengend vorgestellt, aber der permanente Schlafmangel hinterläßt so langsam seine Spuren. Aber ich lasse mich natürlich nicht unterkriegen, gebloggt wird trotzdem weiterhin. Ich stelle mir dann eher die Frage, wie ich die knappe Zeit sinnvoller nutzen kann. Und wenn das durch Vereinfachung des Depots und Verschenken von Babykleidung erreicht werden kann, dann mache ich eben genau das. Aber auch der Spaß kam in den letzten 2 Monaten nicht zu kurz: Konzerte, Einladung meiner Chefs zum alljährlichen Sommerfest, lecker essen geht mit Mann und Kind…ich liebe den Sommer in Berlin!

Bloggen fällt zunehmend schwerer, aber ich bleibe dran

Im Juli ist mein kleiner Sohn aka Mr. Mini-Coasting to FIRE 6 Monate alt geworden und ich muss sagen, er hält mich tagsüber ordentlich auf Trab. In dem Alter haben Babies zwar normalerweise schon einen Tages- und Nachtrhythmus, aber von Durchschlafen sind wir nachts immer noch weit entfernt (was völlig normal ist in dem Alter).

Auch tagsüber ist er aktiver, man kann inzwischen richtig mit ihm spielen und er schläft nicht mehr so viel wie in den ersten 3-4 Monaten.

Inzwischen bin ich von den Nächten oft so müde, dass ich mich tagsüber oft einfach mit dazulege, wenn der kleine Mann ein Schläfchen macht. Und auch abends falle ich oft einfach nur neben ihm müde ins Bett.

Aber: alles Jammern hilft ja nix, es will ja trotzdem weiter gebloggt werden. Ich nutze dafür entweder die Wochenenden oder freien Tage meines Mannes, da hab ich mehr Ruhe, weil dann der Papa auf den Mini aufpassen kann.

Da ich immernoch in der Content Society meiner tollen Blog-Mentorin Judith Peters Mitglied bin, habe ich mehrmals die Woche die Möglichkeit, an virtuellen Co-Bloggings via Zoom teilzunehmen. So ein Co-Blogging sind immer 3 Stunden und das reicht je nach Länge mitunter sogar komplett für einen neuen Artikel.

Wenn mein Mann nicht arbeiten muss, dann ist der Mittwochs-Abend-Co-Blogging-Termin der, bei dem ich immer wieder gern dabei bin. Da treffe ich andere Bloggerinnen und kann mir neue Motivation holen oder auch technische Fragen zu WordPress, SEO und Co stellen.

Ich blogge gern und oft auf unserer Couch im Wohnzimmer, einfach Laptop plus Laptopkissen und los geht’s…hier beim Mittwochs-Co-Blogging-Termin.

2 Konzerte in 2 Wochen

In meinem Leben vor Mr. Mini-Coasting to FIRE bin ich gern und regelmäßig auf Konzerte gegangen und es war klar, dass das erstmal für eine Weile nicht mehr gehen wird, wenn der Mini erstmal da ist. Was völlig in Ordnung ist. Manchmal kommt es aber anders, als man denkt…so bin ich relativ spontan im Juni auf 2 Konzerten innerhalb von 2 Wochen gewesen. So langsam wird das fast zur Tradition, denn auch im Juni 2022 war ich auf 2 Konzerten.

Nur durch Zufall hatte ich entdeckt, dass Herbert Grönemeyer im Juni in meiner Berliner Lieblings-Konzert-Location, der Waldbühne sein würde. Eigentlich war für dieses Jahr nämlich nur ein Konzert in der Mercedes-Benz-Arena angesetzt und die mag ich so gar nicht, zumindest nicht für Herbie-Konzerte.

Eigentlich wollten wir im letzten Jahr nochmal ein letztes Mal vor dem Baby zum Gröni-Konzert gehen, auch in der wunderbaren Waldbühne. Aber dann wurde das Konzert kurzfristig ersatzlos abgesagt, weil sowohl Herbert als auch ein paar der Crew-Mitglieder an Corona erkrankt waren. Das war natürlich doofes Timing. Umso schöner, dass ich dieses Jahr dann doch noch ungeplant zu einem Gröni-Konzert gehen konnte.

Wie es der Zufall so wollte, war ich mit einer Freundin da, mit der ich vor ein paar Jahren ebenfalls bei Gröni war und zwar ebenfalls ein paar Monate, nachdem sie ihren Sohn bekommen hatte. Zufälle gibt’s….

Konzert Nummer zwei habe ich auch spontan entdeckt und mein Mann hat mich quasi dazu gedrängt, die Karte zu kaufen. Einer meiner (internationalen) Lieblingssänger Jack Johnson gab sich die Ehre in der Berliner Zitadelle. Analog wie bei Grönemeyer hab ich erst eine Karte für mich gekauft und dann überlegt, mit wem ich hingehen kann. Auch eine interessante Erfahrung… Für dieses Konzert fiel mir mein bester Freund ein, der auch direkt zugesagt hat.

Es gibt kein schlechtes Wetter, sondern nur unpassende Kleidung: Jack Johnson Konzert in der Berliner Zitadelle dieses Jahr größtenteils bei Regen

Am Ende hatten wir einen tollen Konzertabend, der allerdings sehr, sehr nass war. Es hat geschüttet wie aus Eimern und ich kann euch sagen, Surfermusik bei 16 Grad und Regen zu hören, macht nur bedingt Spass. Zum Glück hatte der Regengott dann doch noch ein Einsehen und so hatten wir zumindest zum Ende hin keinen Regen mehr. Ich war trotzdem gut durchgefroren.

So schön die Konzerte waren, so hart war der Morgen danach. Weil: Mr. Mini-Coasting to FIRE interessiert es nicht, ob seine Mama abends in Berlin unterwegs war. Er wird natürlich trotzdem um 5 oder 6 wach und will bespasst und versorgt werden.

Und ich kann schonmal verraten: im Juni 2024 gehe ich wieder auf ein Grönemeyer-Konzert in der Berliner Waldbühne….

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Vereinfachung der Depotstruktur

In den letzten Wochen und Monaten zwischen Schlafmangel, Bergen von Babykleidung und was sonst eben im Leben so ansteht, habe ich viel darüber nachgedacht, womit ich meine knappe Zeit verbringen will. Und mir ist aufgefallen, dass mir irgendwann in den letzten Monaten die Lust an Einzelwerten vergangen ist und ich die Zeit lieber mit meinem kleinen Sohn verbringen möchte.

Dazu kommt, dass ich in 2021 so einige Growth-Werte an ihrem Allzeithoch gekauft habe (mehr dazu kannst du in diesem Beitrag nachlesen) und bei vielen Werten immer noch tief im Minus bin. Was nicht so schlimm wäre, wenn ich der Meinung wäre, dass sie sich irgendwann wieder erholen. Bei den meisten wage ich das allerdings inzwischen zu bezweifeln. Und bei Buchwerten von bis zu -70% müßten sie schon sehr stark steigen, damit ich überhaupt erstmal wieder bei Plusminus Null bin.

Plus: jeder Wert im Depot bindet geistige Kapazität, ob Frau nun will oder nicht. Und Verluste fühlen sich etwa dreimal so schlimm an wie Gewinne sich gut anfühlen…autsch.

Nachdem ich mich nun schon eine Weile frage, wieviel meiner knappen Zeit ich für meine 32 Einzelwerte verwenden will, hab ich im Juli einige Werte aus dem Depot geschmissen und dabei teilweise herbe Verluste realisiert (Hier kannst du nachlesen, wie mein Depot zum Jahresende 2022 ausgesehen hat).

Nicht mehr im Depot sind (Ansicht aus meinem Getquin-Account):

Teilverkäufe habe ich für folgende Aktien vorgenommen (Ansicht aus meinem Getquin-Account):

Die Erlöse aus den Verkäufen und Gewinnmitnahmen habe ich in den Vanguard Developed World reinvestiert. So ist das Geld breit gestreut angelegt und wird langfristig weiter wachsen. Und kann auf lange Sicht auch die realisierten Verluste wieder reinholen.

Für den Moment habe ich durch den Verkauf der Hälfte meiner Einzelwerte den Anteil von breit gestreuten ETF (meinen CORE-Anteil) auf etwas mehr als 75% erhöht, mein Satelliten-Anteil mit Einzelwerten und Themen-ETF macht daher aktuell nur noch knapp 25% aus.

Asset Allocation nach Aufräumaktion im Depot: der Großteil steckt mit 76,5% in breit gestreuten ETF (Screenshot aus meinem Rentablo-Account)

Im Depot verblieben sind damit die folgenden Einzelwerte:

Quelle: mein persönlicher Rentablo-Account

Ich überlege immer noch, ob ich die verbliebenen 16 Einzelwerte und den einen Themen-ETF auch noch verkaufe und in ETF umschichte. Zumindest im Moment bin ich noch nicht soweit.

Ich kenne das aber schon von mir: manchmal muss ein Gedanke erst eine Weile reifen, bevor ich weiß, was die richtige Entscheidung ist. Von daher gebe ich mir die Zeit, die es braucht. Es eilt ja nicht.

So hat sich unser Depot entwickelt

Per 31.07.2023 sahen die Zahlen für unser Coasting to FIRE-Depot wie folgt aus (alle Zahlen YTD, also seit 01.01.2023):

  • Entwicklung für den Core-Anteil: 19,1%
  • Entwicklung für den Satellit-Anteil: 38,6%

Wie immer habe ich diese Zahlen aus meinem Rentablo-Account. Aber: ich glaube, wenn man Werte verkauft, werden sie nicht mehr mit in die Berechnung einbezogen. Ich glaube daher, dass die Entwicklung des Satellit-Anteils in Wahrheit durch die realisierten Verluste geringer ist.

Wohin nur mit all den Babysachen?

Unser Mini ist inzwischen 6 Monate alt und in den letzten Wochen wirklich groß geworden. Man hört ja immer, dass Babys schnell wachsen, aber wenn man es dann selbst erlebt, ist es immer nochmal etwas anderes.

Wir sind von Größe 50 am Anfang inzwischen bei Größe 74/80. Und da ich am Anfang nicht so genau wußte, was man so braucht und vor allem, zu welcher Jahreszeit der Mini welche Größe hat, hatte ich rückblickend betrachtet viel zu viel gekauft. Und da unsere Wohnung nicht allzu groß ist, stapelten sich inzwischen die zu klein gewordenen Babysachen im Kinderzimmer.

Für die ganz kleinen Größen habe ich die Sachen in einen tollen Second-Hand-Laden bei mir im Kiez gebracht, das Trollby kauft aber nur die ganz kleinen Größen an. Blieb also die Frage: was mache ich mit den größeren Größen.

Ich hatte schon von Freundinnen gehört, dass sich gebrauchte Babysachen eher schleppend bis gar nicht verkaufen, wollte es aber trotzdem probieren. Nun ja, was soll ich sagen: die Freundinnen hatten recht.

Nachdem ich also ein paar Wochen erfolglos gewartet hab, ob sich Käufer finden, hab ich die Sachen in einer Verschenken-Gruppe für Kindersachen eingestellt. Und schwupps, innerhalb von ein paar Stunden waren sie abgeholt und wir hatten endlich wieder Platz im Kinderzimmer.

Wie ich allgemein zu Dingen stehe, die sich so in der Wohnung ansammeln, kannst du auch in diesem Artikel nachlesen.

Das war sonst noch im Juni und Juli los

  • Mein Arbeitgeber hatte zum Sommerfest eingeladen und wir hatten einen tollen Abend bei lauen Sommertemperaturen in einem Berliner Hinterhof mit leckerem Essen und tollen Gesprächen.
  • Ich habe mich in den letzten Wochen intensiv dem Thema Kinderbetreuung für unseren Mini gewidmet. Zwischendurch hatte ich auch schon gezwungenermassen überlegt, ob ich das Land Berlin verklagen muss, um einen Betreuungsplatz zu bekommen. Es gibt nämlich eigentlich seit 10 Jahren (!) einen deutschlandweiten Betreuungsanspruch in einer Kindertagesstätte oder bei einer Tagesmutter für alle Kinder ab 1 Jahr. Nur dass so gut niemand Kinder außerhalb des Monats August aufnehmen will. Zum Glück bleibt mir eine Klage erspart, weil ich letztlich doch eine Tagesmutter gefunden habe, die unseren Mini ab März nächsten Jahres in ihre Betreuung nehmen wird.
  • Nachdem ich nun schon seit 8 Jahren in der jetzigen Wohnung wohne, habe ich es endlich geschafft, das Schloß an der Wohnungstür zu tauschen und auf einen modernen Standard zu aktualisieren. Wer hätte gedacht, dass Schloß tauschen so einfach ist…
  • Da der Kinderwagen für unseren Mini inzwischen zu klein war und auch die Gewichtsbeschränkung schon erreicht war, brauchten wir ein anderes Transportmittel aka einen Buggy. Ich hatte eine Liste an Anforderungen, die ich gar nicht so lang fand. Anscheinend lag ich falsch, denn kein einziger Buggy kann alle meine Anforderungen erfüllen, wie ich im Babyfachgeschäft erfahren mußte. Wir haben uns dann letztlich für einen Buggy entschieden, der sowohl dem Mini als auch den Eltern gut gefällt. Und weil der Preis im Internet um 130 (!) Euro günstiger war als im Fachgeschäft, habe ich dann doch online zugeschlagen. Zumal das Fachgeschäft vom gewünschten Modell auch nur noch das Vorführmodel gehabt hätte.
  • Da die meisten Menschen tagsüber arbeiten sind, haben oft nur andere Mamas tagsüber Zeit. Zum Glück war das Wetter im Juni und Juli meistens wunderbar warm und sonnig in Berlin. Also habe ich viel Zeit draussen und mit Mama-Freundinnen verbracht. Manchmal tut es auch einfach ein Spaziergang zum Drogeriemarkt, wenn sonst niemand Zeit hat.
  • Manchmal haben wir einfach keine Lust zu kochen und probieren dann gern ein neues Restaurant aus. Diesmal haben wir ein nepalesisches Restaurant bei uns um die Ecke ausprobiert. Lecker war’s!
Lecker essen geht immer…unser Mini ist natürlich auch immer dabei und hat eine ganze Weile geschlafen, so dass Mama und Papa in Ruhe essen konnten.

Das habe ich im Juni und Juli gebloggt

Die Zeit vergeht….am 05. Juni 2023 war es soweit: 1 Jahr Coasting to FIRE! In diesem Artikel habe ich einen kleinen Rückblick auf das erste Jahr Coasting to FIRE gewagt und neben ein paar Zahlen, Daten, Fakten auch die 10 beliebtesten Artikel rausgesucht:

Ich hatte schon lange vor, die wichtigsten Begriffe rund um das Thema Finanzielle Freiheit in einem Glossar zusammenzufassen. Und nun war es endlich so weit:

Noch ein Monatsrückblick, diesmal auf die Monate April und Mai 2023:

Lust auf mehr? Dann lies mal das hier:

9 Kommentare

  1. Eine Verrechnung von Verlusten aus Aktien kannst Du nicht mit Gewinnen aus deinen ETF verrechnen. Das sind unterschiedliche Töpfe. Wenn Du komplett ohne Aktien unterwegs sein willst, sieh zu dass der Verrechnungstopf Aktien dann auf Null steht

    1. Hallo Jörg,

      Das mit den verschiedenen Verlustverrechnugstöpfen ist mir klar. Aktuell ist der Aktienverlusttopf noch gefüllt und was ich dann irgendwann mit den ETF-Kursgewinnen mache, muss ich mal sehen. Vielleicht verkaufe ich immer mal wieder ein paar Anteile und kaufe sie gleich wieder zurück…Dank günstiger Gebühren bei Trade Republic wäre das ja schnell und unkompliziert möglich 🙂

      Liebe Grüße,
      Nadine aka Mrs. Coasting to FIRE

  2. Huhu Nadine,
    danke für die ehrliche Aufstellung deiner Verkäufe. Überrascht mich aber trotzdem ein wenig, da Du ja eigentlich so Feuer und Flamme für die Growthaktien warst. Die großen „guten“ Unternehmen wie Netflix, Mastercard, Visa etc. hast Du genommen um die Gewinne mit den Verlusten aus den Growthaktien zu verrechnen?
    Bei ETSY siehst Du auch kein neues ATH mehr? Die Corona-Zuhause-Basteleien sind wahrscheinlich vorbei hm? Noch bin ich investiert (und stark im Minus).

    1. Hallo Gurki!

      Wie schon geschrieben, war ich mit einigen Aktien bei -70% im Minus, unter anderem weil ich einen denkbar ungünstigen Einstiegszeitpunkt erwischt hatte. Und um wieviel eine Aktie steigen muss, damit sie bei -70% erstmals wieder bei Plusminus Null rauskommt, kann man sich ja ausrechnen….das kann dauern 🙁 Zumal das Geld in der Zeit dann ja nicht für einen arbeitet und wächst.

      Von den nackten Zahlen mal abgesehen ging es mir auch um 2 weitere Faktoren:

      1) wie viel Spaß macht mir der Blick ins Depot? Mit Mastercard zum Beispiel hab ich schon eine Weile gehadert und irgendwann muss man sich dann halt mal entscheiden, ob man glaubt, dass man damit eine Überrendite gegenüber einem breit gestreuten ETF erwirtschaften kann oder vielleicht auch nicht. Und ja, es war natürlich ein netter Nebeneffekt, dass ich die Gewinne z.B. aus Mastercard dann steuerfrei realisieren konnte, weil ich vorher Verluste aus anderen Aktien realisiert hatte. Dazu kommt, dass ich mir vorgenommen hatte, nach 5 Jahren zu überprüfen, ob die Einzelaktien mehr Rendite bringen als ein ETF. Und bei einigen Aktien war ich inzwischen bei 4 Jahren Haltedauer….

      2) Jede Einzelaktie braucht Zeit für die Überwachung, ob man nun will oder nicht. Und dann nehme ich mir die Zeit doch lieber für die Aktien, die mir Spaß machen. 😉 Plus ich wollte meinen ETF-Anteil ohnehin noch hoch- und den Aktienanteil runterschrauben…das hätte mit frischem Geld einfach zu lange gedauert.

      Und: ich finde Growth-Aktien weiterhin spannend. Meinen Cloud Computing-ETF halte ich zum Beispiel weiter, trotz Buchverlusten. Ich habe neulich auch nochmal ein bisschen frisches Geld nachgelegt. Aber es ist eben ein ETF und ich muss die Einzelpositionen nicht überwachen.

      Hoffe, das hilft nochmal als Ergänzung?

      Liebe Grüße,
      Nadine aka Mrs. Coasting to FIRE

  3. Glückwunsch! Du hast den Fehler eines Newbies perfekt getimt:

    Riskante High-Growth Aktien zum ungünstigen Zeitpunkt und ohne Stopp -Loss Marken gekauft (bei 30% Verlust wird automatisch verkauft).

    und jetzt wohl die HG Groth-Aktien ungünstig verkauft und mit den Gewinnen der guten Aktien verrechnen müssen ( Apple, Microsoft, Alphabet, Nvidia,…).

    Eine Insolvenzgefahr sehe ich bei keiner deiner HG Groth Unternehmen und ich hätte einfach das Depot jetzt länger nicht mehr angeschaut.

    Mit der Zinswende nach unten, könnten deine HG Aktien deinen Standard ETF deutlich outperformen.

    1. Hi Tim,

      damn bleibt jetzt nur noch die Frage, ob eine Zinswende nach unten realistisch ist und wenn ja, wann 🙂 Historisch gesehen sind so niedrige Zinsen wie in den letzen Jahren ja eher die Ausnahme als die Regel. Ich hätte da also eine andere Annahme als du.

      Und selbst wenn die Zinswende kommen sollte, ändert das nichts daran, dass ich die Aktien auch aus Zeitgründen verkauft habe. Ob ich 16 oder 32 Einzelaktien im Auge haben muss, macht dann noch einen erheblichen Unterschied. Zumal ich guten Gewissens behaupten kann, dass ich bisher keinen meiner Verkäufe bereue, ich habe dadurch mir weitere Buchverluste vermieden als exorbitante Kursgewinne verpasst….

      Mal abgesehen davon, dass ich bei einigen mal stark bezweifle, dass die nochmal auf ihre alten Hochs kommen. Da haben seinerzeit einfach noch die Corona-Sondereffekte gewirkt und ich persönlich vertrete mal die steile These, dass wir so schnell keine weitere weltweite Pandemie bekommen 😉 Wenn du eine andere These hast und daran glaubst, dass alte ATH nochmal erreichbar sind, dann ist das doch ganz wunderbar und ich drücke dir die Daumen, dass du recht behältst. Ich für
      meinen Teil schaue mir das lieber von der Seitenlinie an 🙂

      Liebe Grüße,
      Nadine aka Mrs. Coasting to FIRE

  4. Hey Nadine!

    Ob die Werte jemals ihren Einstandskurs erreichen ist ja erst einmal egal (wenn man nicht die Verluste aus steuerlichen Gründen realisieren möchte)…es ist von aktuellen Zeitpunkt/Kurs aus relevant ob die Aktien von nun an besser performen als die Anlage in die du umgeschichtet hast.

    Ich gebe zu, dass ich mir bei genau diesem Punkt bei einigen meiner Investments nicht mehr so sicher bin (Zoom, Teladoc, DocuSign) wie bei anderen ( SEA , Block, Roku). Ich werde den Werten, welche ich großteils 2020 noch 1-2 Jahre geben und schauen ob sie es schaffen ihr Wachstum wieder zu beschleunigen. Sollten sie dann immernoch meist einstellige Wachstumsraten aufweisen ist mein Investmentcase wohl nicht eingetroffen und ich werde mit Verlust verkaufen.

    Ich kann übrigens deinen Wunsch nach einem schlankeren Depot gut verstehen. Ich habe aktuell 9 Monate alte Zwillinge zu Hause……die Zeit/Energie für Geldanlage sind definitiv gesunken. 😉

    LG,
    Arne

    1. Hallo Arne,

      na dann erstmal Glückwunsch zu den Zwillingen! Da ist es bei euch ja sicher auch nicht langweilig 🙂

      Natürlich wäre ich eher geneigt gewesen, Werte im Depot zu lassen, wenn ich daran geglaubt hätte, dass sie über die nächsten Jahre besser laufen als mein 0815-Vanguard Developed World-ETF. Oder man müsste den ein oder anderen Growth-Wert ja wohl fairerweise eher mit einem Nasdaq 100-ETF vergleichen. Mir ist da zum Beispiel bei Zoom die Fantasie abhanden gekommen…. Ich hab mir zum Beispiel nicht vorstellen können, dass Firmen ihre Mitarbeiter wieder zurück ins Büro zwingen, obwohl es während der Pandemie ja auch ganz wunderbar funktioniert hat.

      Aber wie du schon sagst, manchmal geht ein Investmentcase eben nicht auf…das gehört dazu an der Börse. Und das Zeitproblem hat die Entscheidung für den Verkauf dann in meinem Fall deutlich beschleunigt. 🙂

      Und: ich finde es nicht egal, ob ein Wert jemals wieder seinen Einstandskurs erreicht. Weil: solange ein Wert seinen Einstiegskurs nicht erreicht, macht er keine Rendite für mich und mein Geld. Getreu nach dem Motto: Verluste begrenzen, Gewinne laufen lassen. Am Ende ist das ganze für mich ja kein reines Hobby, sondern es soll am Ende auch was bei rumkommen…. 😉

      Liebe Grüße,
      Nadine aka Mrs. Coasting to FIRE

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